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Was bei der Herstellung von Tierfutter gefiltert werden muss

Der Tierfuttermarkt wächst schnell — jährlich um viele Milliarden Dollar. Die Gesamtausgaben für Futter für unsere vierbeinigen Freunde erhöhte sich von 50 Milliarden US-Dollar weltweit in 2014 auf bereits 54 Milliarden US-Dollar im nächsten Jahr. Es schaffen sich nicht nur mehr Haushalte Haustiere an; Haustierbesitzer stehen Produkten für ihre adoptierten „Familienmitglieder“ kritischer gegenüber.

Deshalb gehen viele große Tierfutterhersteller über die Bestimmungen der Food and Drug Administration (FDA) für die Herstellung für Tierfutter hinaus. Unternehmen halten freiwillige Standards ein, die für die Lebensmittelverarbeitung für Menschen entwickelt wurden. Das Einhalten von Richtlinien wie Safe Quality Foods (SQF), Canada Gap und British Retail Consortium kann Tierfuttermittelherstellern dabei helfen, Kontaminationen zu minimieren und ihr Produkt vom Wettbewerb abzugrenzen.

Das Filtern von Luft, Dampf und Flüssigkeiten, die bei der Herstellung von Tierfutter verwendet werden, ist ein wichtiger Bestandteil dieser Standards – genauso wichtig wie die Verwendung hochwertiger Zutaten. Auch wenn die Filtration nicht alle Kontaminationen vollständig aus der Umgebung entfernen kann, kann sie doch dabei helfen, dass Verunreinigungen nicht in das Futter oder auf Flächen, die mit dem Futter in Berührung kommen, gelangen.

In drei Prozessbereichen ist die Filtration besonders wichtig. Dabei handelt es sich um die folgenden kritischen Kontrollpunkte:
  1. Anfangspunkte: Stellen in der Anlage, an denen Luft hereinkommt oder generiert wird, wie zum Beispiel der Haustechnikraum oder der Lagerraum;

  2. Kontakt mit Lebensmitteln: Punkte an denen Luft, Dampf oder Flüssigkeiten mit den Lebensmitteln oder Oberflächen, die mit den Lebensmitteln in Kontakt sind, in Berührung kommen können; und

  3. Letzte Gelegenheit: Die "letzte Möglichkeit", an der Verunreinigungen Ihr Produkt unwiederbringlich beschädigen können, wenn sie in die Verpackung gelangen.

Redundanz ist sehr wichtig, um die möglichen Risiken unterschiedlicher Kontaminationsarten und verschiedener Punkte im Prozess zu minimieren. Das Sprichwort „Nicht alles auf eine Karte setzen“ trifft besonders auf das Filtern zu. Außerdem ist eine Stufenfiltration kosteneffektiver, da Vorfilter an den Entstehungsstellen größere Verunreinigungen entfernen, die andernfalls an den stromabwärts gelegenen teureren Filtern für den Verwendungsort Abnutzung verursachen würden.

Zusätzlich zu diesen „Grundregeln“ gibt es noch einige zusätzliche Richtlinien, die für Luft, Dampf und Flüssigkeiten beachtet werden sollten. (In unserem Donaldson Filtrationsdiagramm für Tierfutter finden Sie konkrete Filterempfehlungen.)

Luftfiltration

Druckluft wird verwendet, um Prozesse zu betreiben, um Anlagen nach dem Abwaschen zu trocknen und um das Produkt pneumatisch durch Rohrleitungen zu bewegen. Kompressoren verlieren regelmäßig Öl und Feuchtigkeit (ein ideales Umfeld für Mikroben) und verlieren mit steigender Lebensdauer Metallabrieb.

Die Richtlinie SQF besagt, dass Druckluft und andere Gase, die im Herstellungsprozess verwendet werden, sauber sein müssen und kein Risiko für die Lebensmittelsicherheit darstellen dürfen. Das BRC gibt an, dass Luft, die mit Zutaten direkt in Kontakt kommt, überwacht werden muss, um sicherzustellen, dass von ihr kein Kontaminationsrisiko ausgeht. Druckluft, die in Kontakt mit dem Produkt ist, muss gefiltert werden.

Donaldson empfiehlt einen „SQF Train“ — eine Reihe von Filtern direkt nach dem Kompressor. Diese Reihe enthält einen Vorfilter (5 Mikron) für größere Partikel, einen Koaleszenzfilter zum Abscheiden von Feuchtigkeit und einen Endfilter mit 0,2 Mikron für kleinere Verunreinigungen. Im weiteren Verlauf folgt ein Adsorptionstrockner, der Wasserdampf entfernt, der sonst eine ideale Brutstätte bieten würde.

Flüssigkeitsfiltration

Bei der Herstellung von Tierfutter ist überall Wasser vorhanden, von den Reinigungsbereichen bis zu den Zutaten und den Mischbehältern. Es wird außerdem den Kesseln zum Kochen des Produkts zugeführt, beim industriellen Mischen und Einspritzen von Soße und als feiner Nebel beim Aufbringen von Vitaminen verwendet.

Selbst beim Gebrauch von kommunalem Wasser, das als sauber gilt, sollte der Wasserfluss in Ihrem Prozess als zusätzliche Absicherung vorgefiltert werden.  Im weiteren Verlauf des Prozesses sollten Endfilter in den Wasserzuflüssen installiert werden, die zum Waschen, Kochen, Mischen oder für Injektionen verwendet werden. Steriles Zufuhrwasser verringert das Kontaminationsrisiko und gewährleistet eine bessere Produktkonsistenz.

In Anlagen, in denen das Wasser hitzesterilisiert wird oder durch Umkehrosmose (RO) gereinigt wird, verhindert die Vorfiltration von Speisewasser, dass sich ein organischer Biofilm auf der teuren Ausrüstung bildet.

Dampffiltration

Dampf bietet beim Kochen die Möglichkeit, die Temperatur durch den Dampfdruck sehr genau zu kontrollieren. Dampf kann direkt in das Rohprodukt injiziert werden, um es aufzutauen oder zu kochen, oder zum Aufwärmen um einen Film um das Rohprodukt zu bringen. Einige Tierfuttermittel werden mit Hochdruckdampf behandelt, um sie in Pellet- oder Trockenfutterform zu pressen. Dampf wird außerdem bei der Konservierung in Dosen verwendet, um das Produkt zu kochen, sobald es in der Dose ist.

Im Laufe der Zeit können Dampfkessel aufgrund starker chemischer Reinigungsmittel, die die Anlage schädigen können, ein Nährboden für Verunreinigungen werden. Die Dampffiltration schützt Ihre Produkte und Ihre Anlagen vor diesen Nebenprodukten. Das gleiche gilt für Sprühköpfe an Dampfinjektoren. Die kleinen Öffnungen können mit Partikeln, die über eine ungefilterte Dampflinie transportiert werden, verstopft werden.

Wenn Dampf mit Lebensmitteln in Kontakt kommt, sollte kulinarischer Dampf angestrebt werden. Die Richtlinie hierzu geht auf die 3-A-Standards der Milchindustrie zurück, gemäß denen in kulinarischem Dampf 95 % aller Partikel, die 2 Mikron groß oder größer sind, entfernt werden müssen.

Fazit

Auf der Website der FDA werden Kontaminierungsvorfälle bei Tierfuttermitteln aufgelistet. Aktuelle Beiträge berichten über Listerien und Salmonellen. Die betroffenen Tierfuttermittelunternehmen werden genannt. Da der Ruf von Unternehmen Schaden nehmen kann, greifen immer mehr Hersteller auf Lebensmittelstandards für Lebensmittel, die für Menschen gedacht sind, zurück.

Wenn Sie Hilfe bei der Erstellung eines Filtrationsplans benötigen, rufen Sie unsere Experten bei Donaldson Process Filtration an. Viele große Namen in der Tierfuttermittelindustrie konnten bereits mit uns ihre Standards verbessern.

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