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Sichergestellte Betriebsbereitschaft moderner Dieselmotoren auch bei kaltem Wetter

Tier-3- und Tier-4-Common-Rail-Kraftstoffsysteme für die Hochdruckeinspritzung (HPCR) sind ein technologisches Wunderwerk, das den Markt seit nunmehr 10 Jahren begeistert. Während dieser Zeit mussten einige Besitzer neuerer Ausstattung feststellen, dass es nun zu brennstoffabhängigen Ausfällen und/oder Problemen mit der Funktionsfähigkeit kommen kann.

An die 95 % der normalerweise in Dieselkraftstoff vorkommenden partikelförmigen Verunreinigungen stellten kein Problem für ältere Motoren dar, da diese Partikel die meisten Filter einfach passieren konnten.

Neuere HPCR-Motoren müssen mithilfe hocheffizienter Filtration vor nahezu sämtlichen dieser Partikel geschützt werden. Die Bildung von Partikeln und Feststoffen im Kraftstoff ist während der kalten Jahreszeit der Hauptgrund für zahlreiche Probleme mit der Funktionsfähigkeit.

Traditionelle Brennstoffhandhabung und chemische Lösungen reichen oftmals nicht aus, um die Betriebsbereitschaft bei kaltem Wetter auch für die neuesten Geräte zu gewährleisten.

Donaldson empfiehlt folgende Strategien für den Betrieb moderner Dieselmotoren bei kaltem Wetter.
Dieselkraftstoffe, die bei −23 °C (−9 °F) gelagert wurden; von links nach rechts: Nr. 1 für Gelände, Nr. 2 für Gelände, Nr. 2 für Straße. Beide Exemplare von Diesel Nr. 2 wurden mit Kaltfließverbesserer behandelt und weisen nach wie vor eine filtrierbare, deutlich paraffinwachsartige Konsistenz auf. Siehe Strategie 1.

1. Sie können anhand des Trübungspunkts (die Temperatur, bei der Ihr Kraftstoff trüb wird) am besten feststellen, wie sich Ihr Kraftstoff bei kaltem Wetter verhält. Der Kraftstoff bildet ab ca. −15 °C (5 °F) über dem natürlichen Trübungspunkt verstopfende Feststoffe.

2. Dieser Wert darf nicht mit der Filtrierbarkeitsgrenze verwechselt werden. Die Filtrierbarkeitsgrenze eignet sich nicht dazu, zu bestimmen, ob Kraftstoff den Filter eines modernen HPCR-Kraftstoffsystems passieren kann. Der Wert wurde früher zum Schutz von Brennstoffpumpen verwendet und gibt an, ob gelierter Kraftstoff ein grobes Sieb passieren kann.

3. Sprechen Sie mit Ihrem Kraftstofflieferanten, um herauszufinden, welches Kraftstoffgemisch aus Diesel Nr. 1 (Winter) und Diesel Nr. 2 (Sommer) Sie für die nächsten zwei Wochen benötigen.

4. Kraftstoff, der im Herbst gekauft wurde, ist nicht für den tiefsten Winter geeignet. Kaufen Sie daher nur Kraftstoff für die nächsten 2–3 Betriebswochen ein. Je weiter die Temperatur unter den Trübungspunkt fällt, desto mehr Feststoffe werden gebildet und desto wahrscheinlicher ist eine Verstopfung des Filters.

Sommer-Diesel Nr. 2 bei −29 °C (−20 °F), ohne Kaltfließverbesserer. Mehr als die Hälfte des Dieselkraftstoffs ist zu Wachs geworden. Die Zugabe eines Kaltfließverbesserers ändert nicht die Menge der Feststoffe oder die Temperatur, ab der sich Feststoffe bilden. Siehe Strategie 6.

5. Organisation ist alles. Stellen Sie sicher, dass der Kraftstofftank frei von Wasser, Ablagerungen und Mikroben ist. Beauftragen Sie einen professionellen Kraftstofftankreiniger mit der Säuberung. Die nicht sachgemäße Reinigung eines Tanks kann mehr Probleme verursachen, als sie beheben sollte. Wasser bildet bei niedrigen Temperaturen Feststoffe in Form von Eiskristallen, die Ihre Filter verstopfen können. In vollen Kraftstofftanks bildet sich nur selten Wasser.

6. Wenn zusätzliche Betriebsbereitschaft bei niedrigen Temperaturen erforderlich ist und von Ihren Kraftstoffgemischen mit Diesel Nr. 1 und Nr. 2 nicht geliefert werden kann, können Sie Kaltfließverbesserer in geringem Maße verwenden, um einen akzeptablen Trübungspunkt für das Wetter in der jeweiligen Woche zu erreichen. Fügen Sie niemals Kaltfließverbesserer zu kaltem Kraftstoff hinzu und verwenden Sie niemals mehr, als vom Hersteller empfohlen. Versuchen Sie, nach Möglichkeit, nichts vom Kaltfließzusatz für das Kraftstoffgemisch zu verschütten.

7. Füllen Sie den Kraftstofftank Ihres Fahrzeugs am Ende der Schicht auf, solange der Kraftstoff noch warm ist. Dadurch wird die Bildung von Kondenswasser im Tank eingeschränkt.

8. Wechseln Sie auf keinen Fall zu einem offeneren, am Motor montierten Kraftstofffilter (d. h. mit niedrigerer Filtereffizienz), wenn Sie ein modernes HPCR-System verwenden. Wenn Wachsbildung erwartet wird, nehmen Sie die Kraftstofffilter aus dem Fahrzeug und bewahren Sie sie ca. 20 Minuten im Gebäudeinneren auf, damit das Wachs schmelzen kann. Falls
das Wachs nicht schmilzt, liegt eine brennstoffchemische Filterverstopfung vor.

In den USA hergestellter Biokraftstoff aus Sojabohnen, B100, gelagert bei 4 °C (40 °F). Bei den Feststoffen am Boden handelt es sich um Glyzerinablagerungen, die bei den meisten Filtern zur Verstopfung führen. Siehe Strategie 9.

9. Wenn Sie in einer Region leben, in der die Verwendung von Biodiesel nicht vorgeschrieben ist, verwenden Sie diesen Kraftstoff nach Möglichkeit nicht während der Wintermonate. Biologische Kraftstoffgemische schneiden bei kaltem Wetter im Vergleich zu Diesel Nr. 1 und Nr. 2 eher schlecht ab. Bei einem Verschnitt von 5 % oder weniger wird Biodiesel als die Schmierfähigkeit verbessernder Kraftstoffzusatz betrachtet und nicht kenntlich gemacht.

10. Sie sollten stets einen extra Satz Kraftstofffilter für die Montage am Motor in der Fahrerkabine Ihrer Geräte und Fahrzeuge aufbewahren.

11. Als Faustregel gilt, dass der für die Zapfsäule verwendete Filter die gleiche Klassifizierung bezüglich Mikron- und Beta-Wert haben sollte wie der sekundäre, am Motor montierte Filter. Während der kalten Jahreszeit kann jedoch der einzelne Passfilter für den Winter (DBB8777) auf Ihrem Lagertank verwendet werden, um den Fluss aufrechtzuerhalten. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass jegliche Probleme mit der Kraftstoffqualität erfasst werden, bevor der Kraftstoff den Motor erreicht.

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