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Häufig gestellte Fragen zum Thema Dieselkraftstoff

F: Ich handhabe meinen Diesel schon seit Jahren auf die gleiche Weise. Warum sollte ich jetzt etwas ändern?

A: Nicht nur Sie bleiben Ihrer Linie treu: Mit der Ausnahme der Verringerung des Schwefelgehalts haben sich die Kraftstoffnormen seit über einem Jahrzehnt nicht nennenswert verändert. Die Motoren haben sich jedoch drastisch verändert. Damit neue Anlagen störungsfrei laufen können, benötigen sie viel saubereren Kraftstoff. Es herrscht also erhöhter Filtrationsbedarf. Hersteller sind nachdrücklich der Meinung, dass durch Kraftstoffverunreinigungen bedingte Schäden kein Fabrikationsfehler sind. Daher liegt es in Ihrem besten Interesse, Ihren Kraftstoff vor der Verwendung zu filtern.

F: Sollte es nicht in der Verantwortung meines Treibstofflieferanten liegen, sauberen Diesel zu liefern?

A: Es ist mehr als wahrscheinlich, dass Ihr Lieferant Diesel liefert, der den Spezifikationen genau entspricht. Das Problem ist, dass die Angaben zur Reinheit von Diesel im Vergleich zu den Anforderungen moderner Motoren völlig veraltet sind. Einige Händler gehen diesen Schritt und filtern den Kraftstoff vor der Lieferung, aber dies ist keine Anforderung der Industrie. Ein zusätzlicher Sicherheitshinweis: Der Begriff „sauberer Diesel“ kann auch für Diesel mit extrem niedrigem Schwefelgehalt verwendet werden. Der Schwefelgehalt bezieht sich jedoch nicht auf geringere Verunreinigungswerte oder die „Reinheit“ von Kraftstoff.

F: Wie kann ich feststellen, ob mein Diesel sauber genug ist?

A: Die Frage, wie sauber Ihr Kraftstoff wirklich ist, lässt sich nur anhand von Tests beantworten. Jedes seriöse Ölanalyse-Labor sollte in der Lage sein, Ihnen dabei behilflich zu sein. Donaldson empfiehlt allerdings nach Möglichkeit die Durchführung eines Patch-Tests vor Ort. Vergleichen Sie Ihr Ergebnis (ausgedrückt durch einen ISO 4406-Rienheitscode) mit den angestrebten Reinheitswerten. Donaldson empfiehlt ISO 14/13/11; alles darunter macht eine Unterscheidung auf dem Gebiet praktisch unmöglich. Die Motorenhersteller übernehmen keine Haftung für Schäden, die durch Kraftstoffverunreinigungen verursacht werden; je sauberer, desto besser.

F: Meine Kraftstofffilter verstopfen sehr schnell; sollte ich den Hersteller wechseln?

A: Es ist wichtig, qualitativ hochwertige Kraftstofffilter zum Schutz Ihres Motors zu verwenden. In den meisten Fällen wird ein Wechsel der Filtermarke Ihre Kraftstoffprobleme NICHT lösen. Denken Sie daran, dass ein verstopfter Filter seine Aufgabe erfüllt hat. Das schnelle Verstopfen des Filters ist ein Anzeichen dafür, dass ein Problem mit dem Kraftstoff und nicht mit dem Filter besteht. Der Schlüssel zur Lösung von Problemen durch zu schnelles Verstopfen liegt darin, festzustellen, wie abfiltrierbare Feststoffe in Ihren Kraftstofftank gelangen oder sich darin bilden, und dann die Ursache zu beheben. Durch den Wechsel zu einem Filter mit geringerer Effizienz wird sich das Problem unabhängig von der Marke einfach auf Ihre gesamte Flotte ausweiten.

F: Die Einspritzdüsen und Kraftstoffpumpen meiner neuen Ausrüstung fallen immer wieder aus; was kann ich tun?

A: Der erste Schritt ist das Gespräch mit Ihrem Erstausrüster. Wenn Sie vermuten, dass schmutziger Kraftstoff hinter den Problemen steckt, kann die Reinheit Ihres Kraftstoffs mithilfe eines einfachen Tests überprüft werden. Achten Sie darauf, dass Sie in Ihre Ausrüstung nur mit möglichst sauberen Kraftstoff befüllen und Ihren Motor mit einem hocheffizienten Kraftstofffilter schützen. Dadurch sollen Probleme mit Einspritzdüsen und Kraftstoffpumpen durch verschmutzten Kraftstoff vermieden werden.

F: Diesel ist doch Diesel, oder? Warum nicht die kostengünstigste Quelle wählen?

A: Wie bei allem bekommen Sie in der Regel das, wofür Sie bezahlen. Diesel ist teuer, daher ist es verlockend, die Betriebskosten durch den Kauf des billigsten Kraftstoffs zu minimieren. Dieser Kraftstoff mag zwar die Mindeststandards der Industrie erfüllen, aber das ist vielleicht nicht ausreichend. Kleine Unterschiede in den Handhabungspraktiken können einen großen Einfluss auf die allgemeine Kraftstoffqualität und -reinheit haben. Die geringen Einsparungen auf Ihrer Kraftstoffrechnung können am Ende noch dazu führen, dass Ihnen Ausfallzeiten, Produktionsausfälle und Gerätereparaturen sehr teuer zu stehen kommen. Die Zusammenarbeit mit einem guten Lieferanten ist eine Ihrer besten Maßnahmen zur Abwehr von Problemen mit der Kraftstoffqualität.

F: Meine Pumpen sind bereits mit einem 10-Mikrometer-Filter ausgestattet – sollte das nicht ausreichen?

A: Es ist immer eine gute Idee, Ihre Pumpen mit einem Filter zu versehen. Durch die Weiterentwicklung moderner Motoren benötigen diese jedoch einen Kraftstoff, der um das 100-Fache sauberer ist als noch vor einem Jahrzehnt. Technologie, wie z.B. die 10-Mikrometer-Filtration, die noch vor einigen Jahren wirksam war, ist für moderne Geräte einfach nicht mehr ausreichend. Bei hohen Einspritzdrücken und Spaltmaßen von nur 1 oder 2 Mikrometern in HPCR-Kraftstoffsystemen ist eine viel engmaschigere Filtration erforderlich. Als Faustregel gilt, dass der Filter an Ihrer Ausgabevorrichtung genauso effizient sein sollte wie der für Ihre Ausrüstung spezifizierte Sekundärkraftstofffilter.

F: Wie kann ich feststellen, ob mein Koaleszer so gut funktioniert, wie es die veröffentlichten Testberichte behaupten?

A: Es ist sehr schwierig, die Echtzeitleistung Ihres Kraftstoff-Wasserabscheiders (Koaleszer) zu bestimmen. Wenn kein Wasser in der Ablaufschale vorhanden ist, kann dies als Hinweis darauf gedeutet werden, dass entweder kein freies Wasser im Kraftstoff vorhanden ist oder dass der Koaleszer hinsichtlich der Wasserabscheidung nicht mehr so effizient arbeitet wie zuvor. Additive und Biodiesel im Kraftstoff können die Wirksamkeit des Koaleszers zur Abscheidung von Wasser verringern. Für Testmethoden für die Effizienz bei der Wasserabscheidung wird Kraftstoff verwendet, aus dem alle Additive und andere Tenside entfernt wurden, so dass die Testergebnisse keine genaue Vorhersage der realen Leistung mit heutigem Dieselkraftstoff zulassen.

F: Ich verwende einen guten Kaltflussverbesserer, warum habe ich also im Winter weiterhin so viele Probleme?

A: Bei Kaltflussverbesserern wird bewusst verhindert, dass kleine Dieselkraftstoffkristalle zu großen Dieselkraftstoffkristallen heranwachsen (auch als Gelierung bekannt). Dadurch wird wiederum die Temperatur gesenkt, bei welcher der Diesel noch fließen und im Kraftstoffsystem genutzt werden kann. Mit den heutigen HPCR-Motoren werden die Filter effizienter, und die kleineren Dieselkristalle, die früher durch die Filter geflossen sind, werden nun genauso wie die Partikel herausgefiltert. Dies kann zu einer vorzeitigen Verstopfung des Filters und einer verringerten Lebensdauer führen.

F: Biodiesel wurde gerade in meinem Gebiet eingeführt. Ich habe Horrorgeschichten gehört. Was kann ich tun?

A: Obwohl Biodiesel viele gute Eigenschaften hat, kann er in Bezug auf die Filtration eine Herausforderung darstellen. Biodiesel wirkt wie ein Lösungsmittel. Gelangt er das erste Mal in eine Infrastruktur, neigt er dazu, diese zu reinigen, was wiederum eine Belastung für die bestehende Filtration darstellt. Biodiesel beginnt bei viel höheren Temperaturen zu gelieren oder sich zu verfestigen als herkömmlicher Dieselkraftstoff, sodass er in kälteren Klimazonen nicht immer problemlos fließen und filtriert werden kann. Außerdem enthält Biodiesel Glyzerin, das selbst in kleinen Mengen zu einer schnellen Filterverstopfung führen kann. Ihre beste Strategie besteht darin, verfestigtes Glyzerin zu entfernen, bevor es in Ihre Anlagen gelangt.

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