Unsichtbar und doch unverzichtbar

Druckluft mag unsichtbar sein, aber in der Glasherstellung ist sie die stille Kraft, die jede Stufe des Prozesses formt, kühlt und antreibt. Hohlglasanlagen arbeiten häufig mit zwei Drucksystemen - Nieder- und Hochdruck - und benötigen jeweils Luft mit minimalen Verunreinigungen, um die Produktion in Gang zu halten und einwandfreie Produkte herzustellen.

Die Aufrechterhaltung einer optimalen Luftqualität bei der Glasherstellung erfordert spezielle Komponenten wie Druckluftfilter und Lufttrockner, um die Luftqualität im Prozess zu unterstützen und die Produktkonsistenz zu gewährleisten.

 

Luft mit niedrigem Druck: Volumen, das formt und kühlt

Bei etwa 3 bar wird Niederdruckluft zum Absetzen der Tropfen und zum Vorblasen verwendet, um den Vorformling - die Zwischenform des Behälters - zu formen. Der sanftere Luftdruck schützt die Formen vor Beschädigungen während der Formgebung und sorgt gleichzeitig für die zum Kühlen und Reinigen erforderlichen hohen Luftmengen. Durch die direkte Erzeugung von Luft bei niedrigem Druck wird unnötiger Energieverbrauch vermieden, wobei die Reinheit in der Regel der ISO 8573-1 Klasse 1:4:1 (Klasse 1 für Partikel, Klasse 4 für Wasser, Klasse 1 für Öl) entspricht.

Luft unter hohem Druck: Präzision als Antrieb für Kontrolle

Mit etwa 7 bar sorgt die Hochdruckluft für den letzten Schlag nach der Übertragung und definiert die detaillierten Merkmale und die Form des Werkstücks. Druckluft treibt auch Automatisierungssysteme, Gegenblas- und Kolbenmechanismen an, die eine präzise und zuverlässige Steuerung erfordern. Diese Systeme sind so konzipiert, dass sie den Bedarf genau abdecken, wobei die Luftqualität häufig durch die ISO 8573-1 Klasse 1:2:1 definiert ist und einen sauberen, trockenen und ölfreien Betrieb unterstützt.

Jenseits der Formgebung: Luft über den gesamten Prozess

Neben dem Formgebungszyklus unterstützt saubere Druckluft zahlreiche Schritte in der Glasherstellung, von der Kühlung der Formen und der Kühlluftregelung bis hin zur Handhabung, dem Zuschnitt und der Anlagenautomatisierung - und ist damit ein unverzichtbares Hilfsmittel in der gesamten Anlage.

Wenn die Luft nicht rein ist, sind die Folgen unmittelbar

Selbst geringe Verunreinigungen in der Druckluft können sichtbare und kostspielige Auswirkungen haben.

Niederdruckseite: Feuchtigkeit oder Öldämpfe, die in den Blas- und Pressvorgang gelangen, können dazu führen, dass das Glas an den Formen klebt, Oberflächenfehler entstehen oder die Struktur des Produkts geschwächt wird. Staub oder Partikel in der Kühl- oder Reinigungsluft können die Oberfläche zerkratzen oder trüben und zu kostspieligem Ausschuss führen.

Hochdruckseite: Kleine Mengen von Verunreinigungen können Präzisionsventile, Zylinder und Automatisierungssysteme verstopfen oder korrodieren. Dies führt zu inkonsistentem Gegenblasen, fehlerhaften Umformzyklen und unerwarteten Ausfallzeiten. Der Ausfall eines Stößelmechanismus oder einer Automatisierungslinie kann ganze Chargen zum Stillstand bringen, so dass die wertvolle Produktion direkt in den Schrott wandert.

Ungereinigte Luft beeinträchtigt nicht nur die Qualität, sondern kann ganze Prozesse zum Stillstand bringen. In einer Branche, in der Öfen kontinuierlich laufen und jede Stunde Stillstand einen erheblichen Produktionsverlust bedeutet, sind die Risiken einer Vernachlässigung der ordnungsgemäßen Luftaufbereitung unmittelbar und dramatisch.

Donaldson-Reinigungstechnologien für die Glasproduktion

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sind maßgeschneiderte Luftreinigungstechnologien erforderlich, die zum Schutz aller Produktionsstufen beitragen:

  • Drucklufttrockner liefern saubere, trockene Luft mit Taupunkten von bis zu -40 °C (bzw. -70 °C für kritische Anwendungen) und tragen so zu einem stabilen Betrieb und zum Schutz nachgeschalteter Anlagen bei.
  • Koaleszenz- und Partikelfilter fangen Feuchtigkeit, Ölaerosole und feste Verunreinigungen ab, um Formgebungs-, Steuerungs- und Automatisierungssysteme zu schützen.
  • Ölfreie und Atemluftlösungen liefern gereinigte, geruchsfreie Luft für sensible Anwendungen.
Klarglasflaschen während des Herstellungsprozesses

Vertrauen in jede Charge

Für die Glashersteller liegt der Wert der gereinigten Luft auf der Hand: gleichbleibende Produktqualität, weniger Ausschuss und größere Zuverlässigkeit in jeder Produktionsphase. Mit den richtigen Filtrations- und Trocknungstechnologien können die Hersteller sicher sein, dass ihre Systeme den Anforderungen des Dauerbetriebs gerecht werden.