In einer idealen Welt hätte jede Stufe eines Hydrauliksystems einen eigenen Filter, sowohl vor als auch nach jeder Komponente. In der Realität bedeuten Budgets, Platzmangel und Druckverluste durch die Filter, dass Hydrauliksysteme ein Gleichgewicht zwischen Schutz und Zweckmäßigkeit herstellen müssen.

Aus diesem Grund ist das Verständnis der verschiedenen Arten von Hydraulikfiltern – und dessen, was sie schützen – der Schlüssel zur Maximierung der Lebensdauer des Systems und zur Minimierung der Ausfallzeiten.

Was beeinflusst die Platzierung von Filtern?

Die Filterkonstruktion hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter:

  • Empfindlichkeit der Komponenten und Reinheitsanforderungen

  • Kontaminationsgrad der Umgebung

  • Arbeitszyklus der Ausrüstung

  • Wartungsfreundlichkeit und Austauschbarkeit von Teilen

  • Systemdruck und Toleranzwerte

  • Kritischer Wert der Maschine

Betrachten wir nun die wichtigsten Filtertypen an, die in einem Hydrauliksystem zu finden sind.

1. Ansaugsiebe

Die Ansaugsiebe befinden sich im Inneren des Behälters und verhindern, dass große Verunreinigungen wie Kabelbinder, Muttern, Bolzen oder Schmutz (über 150 Mikrometer) die Pumpe erreichen.

Warum sie wichtig sind:

  • Kostengünstiger Schutz vor katastrophalen Pumpenschäden

  • Können das Eindringen von Luftblasen in den Kreislauf minimieren

  • Dienen als letzter Schutz vor unerwarteten großen Fremdkörpern

2. Ansaug- oder Niederdruckfilter

Dies sind in der Regel Aufschraubfilter, die zwischen Tank und Pumpe installiert werden. Sie sollen die Pumpe vor schädlichen Verunreinigungen schützen, ohne Kavitation zu verursachen, und bestehen häufig aus Stahlgewebe oder offenen Medien. Niederdruck-Aufschraubfilter sind wartungsfreundlich und kostengünstiger als viele andere Filtertypen.

Wichtige Punkte:

  • Wartungsfreundlich und kostengünstig

  • Bieten eine breite Palette von Mikronwerten

  • Minimieren Sie das Risiko von Kavitation in der Pumpe

3. Hochdruckfilter

Diese Filter werden hinter der Pumpe installiert und reinigen die Flüssigkeit, bevor sie kritische Komponenten wie Aktuatoren oder Servoventile erreicht.

Warum sie unverzichtbar sind:

  • Sie schützen hochwertige Teile

  • Sie sind die wichtigsten Filter in einem modernen Hochdrucksystem

  • Kritische Anwendungen dürfen keine Bypass-Ventile enthalten

Die Nachteile:

  • Da sie Drücken von bis zu 450 bar (6.500 psi) standhalten müssen, sind die Gehäuse schwer und kostspielig.

  • Nicht-Duplex-Konstruktionen erfordern eine vollständige Systemabschaltung für Wartungsarbeiten

Hochdruck-Hydraulikfiltereinheit Hochdruck-Hydraulikfiltereinheit

4. Aufschraubfilter vs. Patronenfilter

Aufschraubfilter:

  • Schnell und einfach zu entfernen und zu ersetzen

  • Das Medium und der Filter können während der Wartung entsorgt werden

  • Möglicherweise höhere Elementkosten und mehr Abfall

Patronenfilter:

  • Nur das interne Element wird ersetzt

  • Geringere Elementkosten und weniger Abfall

  • Mehrere komplexe Wartungsschritte können zu einem größeren Flüssigkeitsverlust oder zur Entsorgung führen

Mitteldruck-Anschraub-Duramax und Patronenhülse FLK Mitteldruck-Anschraub-Duramax und Patronenhülse FLK

Bei der Wahl zwischen diesen beiden hängt oft davon ab, wie man Wartungsfreundlichkeit, Umweltaspekte und Gesamtbetriebskosten gegeneinander abwägt.

5. Behälterentlüfter

Entlüfter filtern die Luft, die in einen Behälter eintritt, wenn der Flüssigkeitsstand während des Maschinenbetriebs steigt und fällt.

Sie schützen vor:

  • Luftgetragenen Partikeln

  • Eindringen von Feuchtigkeit (im Fall von Donaldson T.R.A.P.-Lüftern)

Tipp: Entlüfter werden oft übersehen, bieten aber einen außergewöhnlichen Wert für ihren Preis. Eine regelmäßige Inspektion und ein regelmäßiger Austausch können den Verschleiß und die Verschmutzung des Systems erheblich reduzieren.

6. Offline-Filtration (Nierenkreislaufsysteme)

Diese eigenständigen Systeme können für die kontinuierliche Filtration von Flüssigkeiten eingesetzt werden, unabhängig davon, ob das Hauptsystem in Betrieb ist oder nicht.

Vorteile:

  • Bieten hocheffiziente Filtration

  • Beeinträchtigen die bestehende Filtration oder die Leistung der Geräte nicht

  • Verlängern die Lebensdauer der Hydraulikflüssigkeit und die Wartungsintervalle

  • Ideal für kritische Systeme, bei denen die Betriebszeit entscheidend ist

Beschränkungen:

  • Schützen Inline-Komponenten nicht direkt

  • Erfordern eine externe Stromquelle

Fazit: Informieren Sie sich über Ihre Filter

Ob Sie sich dessen bewusst sind oder nicht: Wenn Sie Hydraulikgeräte besitzen oder betreiben, ist die Filtration ein wichtiger Bestandteil Ihres Systems. Filter arbeiten im Hintergrund und schützen Ihre größten Investitionen.

Bewährte Verfahren:

  • Befolgen Sie die Spezifikationen des Filterherstellers.

  • Halten Sie einen regelmäßigen Wartungsplan ein.

  • Wählen Sie hochwertige Filter und Entlüfter, um kostspielige Reparaturen und Ausfallzeiten zu vermeiden.

Wenn Sie Fragen haben oder Hilfe bei der Auswahl des richtigen Filters für Ihre Maschine benötigen, wenden Sie sich an einen Donaldson-Experten – wir helfen Ihnen gerne weiter.